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Technische Universität München

 

 

Hauptseminar

Ansätze für Betriebssysteme der Zukunft

Sommersemester 2005

 

 

 

BOSS

Standard for Baseline Operating Systems Security

 

 

 

Betreuer: Dipl.-Inf. (univ.) Werner Held

Bearbeiter: Alexander Scherer

 

Ausarbeitung




Inhaltsverzeichnis

 

1 Beteiligte Organisationen 2

1.1 National Institute of Standards and Technology (NIST) 2

a) Kurze Fakten 2

b) Aufgabenbereiche 3

c) Publikationen 3

d) National Information Assurance Partnership (NIAP) 4

1.2 Institute of Electrical and Electronics Engineers (IEEE) 4

a) Wichtige IEEE-Standards 4

b) Laufende Projekte 5

2 Definitionen 5

2.1 Commercial off-the-shelf (COTS) 5

2.2 Common Criteria (CC) 5

2.3 Schutzprofile (Protection Profiles, PP) 6

2.4 COTS Security Protection Profile (CSPP) 7

a) Anwendungsbereich 7

b) Übersicht der CSPP Anforderungen 9

3 Standard for Baseline Operating Systems Security (BOSS) 9

3.1 Entstehungsgeschichte 10

3.2 Zielsetzung 10

3.3 Übersichtsgrafik 11

4 COTS Security Protection Profile - Operating Systems (CSPP-OS) 11

4.1 Motivation 11

4.2 Evaluationsgegenstand (TOE) 11

a) Produktklasse 12

b) Arbeitsumgebung 12

c) Geforderte Sicherheitsfunktionen 12

4.3 Die Sicherheitsumgebung 12

a) Arbeitsumgebung 13

b) Organisationsinterne Sicherheitsrichtlinien 13

c) Maßnahmen des TOE zum Abwehren von Angriffen und beseitigen von Sicherheitslücken 13

d) Auftreten von Sicherheitsrisiken außerhalb des Wirkungsbereichs des TOE und deren Beseitigung 15

e) Bereiche in denen sowohl TOE als auch dessen Umgebung Sicherheitsverantwortung tragen 17

f) Beschreibung der „Assurance“ 17

4.4 Funktionale Anforderungen 18

a) Betriebssystem (TOE) 18

b) Die IT Umgebung 18

c) Die Nicht-IT Umgebung 18

d) SOF 18

5 Zusammenfassung 18

6 Anhang 18

6.1 Abkürzungsverzeichnis 18

6.2 Glossar 19

6.3 Quellen 23

 

 

 

 

1 Beteiligte Organisationen

Um dem Leser die Einarbeitung in die Thematik des Standards für „Baseline Operating Systems Security“ zu erleichtern wird im folgendem Abschnitt ein Überblick über die an der Entstehung von beteiligten Organisationen gegeben.

1.1 National Institute of Standards and Technology (NIST)

a) Kurze Fakten (aus [NIST Homepage])

Die Behörde gehört zur technologischen Verwaltung des Wirtschaftsministeriums der vereinigten Staaten von Amerika und befasst sich mit der Formulierung und Definition von Standardisierungsprozessen, der Entwicklung und der Forschung auf den Gebieten Messungen und Technologie. Der Hauptsitz der 1901 als erste Bundesforschungseinrichtung gegründeten Behörde befindet sich in Gaithersburg (Maryland).
Das „National Institute of Standards and Technology“ ist in vier Einrichtungen aufgegliedert:

·         Die Forschungslabors, welche die technologische Infrastruktur für die amerikanische Industrie bereitstellen, um deren Produkte und Dienstleistungen ständig zu verbessern.

·         Der „Hollings Manufacturing Extension Partnership“, die kleinen Herstellern ein überregionales Netz von Zentren zur Verfügung stellt, um ihnen technische wie wirtschaftliche Hilfe zu geben.

·         Dem „Malcolm Baldrige National Quality Award“, der hervorragende Leistungen und Qualitätssicherung unter den amerikanischen Herstellern, Dienstleistungsgestellschaften und Forschungseinrichtungen fördert.

·         Das „Advanced Technology Program“ zur Förderung der Forschung und Entwicklung von innovativen Technologien.

Bei ihrer Arbeit wird die Behörde im Jahr 2005 durch ein operatives Budget von 858 Milliarden Dollar und von 3000 Wissenschaftlern, Ingeneuren, Techniker und Verwaltungangestellten unterstützt. Zusätzlich erwartet NIST 44,6 Millionen an Gebühren für Dienstleistungen wie Kalibrierungen, Messungsstandards und Akkreditierung von Labors.

b) Aufgabenbereiche (aus [NIST Homepage])

NIST's Hauptziel besteht darin die Wettbewerbsvorteile Amerikas durch technologische Innovationen zu sichern. Neue Technologien im Bereich der Bio- und Nanotechnologie und im Bereich der Informatik hängen von den Werkzeugen, die NIST zum Messen, Auswerten und Standardisieren entwickelt hat, ab. Das Hauptziel, das das Institut auf der eigenen Webseite nennt ist es „eine bessere Zukunft zu ermöglichen“, indem es Messmethoden, Standards und Technologie zur Prodktivitässteigerung, Handelserleichterungen und der Steigerung des Lebensqualität entwickelt.

c) Publikationen

Die Computersicherheits-Abteilung ist eine von insgesamt acht Abteilungen der NIST IT-Labors. Regelmäßig veröffentlicht diese Abteilung sogenannte Interagency Reports (IRs). Im folgenden sind einige Beispiele aufgeführt:

 

NIST IR 7219

"Computer Security Division - 2004 Annual Report"

April 2005

NIST IR 7100

"PDA Forensic Tools:An Overview and Analysis"

August 2004

NIST IR 7046

"A Framework for Multi-Mode Authentication: Overview and Implementation Guide"

August 2003

NIST IR 7030

"Picture Password: A Visual Login Technique for Mobile Devices”

July 2003

NIST IR 6985

"COTS Security Protection Profile - Operating Systems (CSPP-OS) (Worked Example Applying Guidance of NISTIR-6462, CSPP)"

April 2003

NIST IR 6462

"CSPP - Guidance for COTS Security Protection Profiles"

December 1999

Tabelle 1 Auszug aus den NIST Interagency Reports [NIST publications]

Die beiden zuletzt genannten dienen als Grundlage für das BOSS auf das später im Detail eingegangen wird.

d) National Information Assurance Partnership (NIAP)

NIAP ist eine von der amerikanischen Regierung initiierte Partnerschaft zwischen dem NIST und der National Security Agency (NSA), um die Sicherheitsbedürfnisse sowohl für Anwender und Hersteller von Informationstechnik sicherzustellen.
Ziel der Partnerschaft ist es der amerikanische Regierung eine weitreichende Auswahl an empfohlenen Schutzprofilen (siehe Kapitel 2.3) in den technologischen Schlüsselbereichen zur Verfügung zu stellen. Dafür wird versucht ein Konsens sowohl der Schutzprofile aus dem öffentlichen als auch dem privaten Bereich auf nationaler und internationaler Ebene zu bilden.
Das Langzeitziel dieser Partnerschaft ist es das Vertrauen der Kunden in Informationssysteme und Netze durch „kosteneffektive Sicherheit für Tests, Ausweitungsprogramme und Gewährleistungsprüfungen” zu gewinnen.
Als Zertifizierungsstelle der Common Criteria in den USA verantwortet NIAP das „Common Criteria Evaluation and Validation Scheme (CCEVS)“ [CC Consumers].

1.2 Institute of Electrical and Electronics Engineers (IEEE) [IEEE Wiki])

Das IEEE (Institute of Electrical and Electronics Engineers) ist ein weltweiter Berufsverband von Ingenieuren aus den Bereichen Elektrotechnik und Informatik. Es ist Veranstalter von Fachtagungen, Herausgeber diverser Fachzeitschriften und bildet Gremien für die Standardisierung von Technologien, Hardware und Software. Wissenschaftlichen Beiträgen in Zeitschriften oder zu Konferenzen des IEEE wird im Allgemeinen eine besonders hohe fachliche Güte unterstellt.
Das IEEE ist mit mehr als 360.000 Mitgliedern in 175 Ländern (2005) der größte technische Berufsverband der Welt. Es zergliedert sich in zahlreiche sogenannten „Societies“ die sich mit speziellen Gebieten der Elektro- und Informationstechnik auseinandersetzen und in ihrer Vielfalt das gesamte Spektrum der Elektro- und Informationstechnik abdecken. Dem Executive Committee der IEEE Section Germany sitzt derzeit Prof. Dr. Ing. Adolf J. Schwab als Chairman vor. Weltweit ist die Mitgliedsarbeit in ca. 300 länderorientierten Gruppen zusammengefasst.
Das IEEE entstand am 1. Januar 1963 aus dem Zusammenschluss der beiden amerikanischen Ingenieursverbände American Institute of Electrical Engineers (AIEE) und Institute of Radio Engineers (IRE).

a) Wichtige IEEE-Standards

o        IEEE 488 (Bussystem für Peripheriegeräte)

o        IEEE 754 (Fließkomma-Arithmetik-Spezifikationen)

o        IEEE 802 (LAN/MAN)

o        IEEE 1275 (Open Firmware)

o        IEEE 1284 (Parallele Schnittstelle)

o        IEEE 1451 (Intelligente Sensorik im Netzwerk)

o        IEEE 1003 (POSIX)

o        IEEE 1394 (FireWire)

b) Laufende Projekte [IEEE Projects]

·         P1667 - Standard Protocol for Authentication in Host Attachments of Transient Storage Devices

·         P1700 - Standard for Information System Security Assurance Architecture (ISSAA)

·         P2600 - Standard for Information Technology: Hardcopy System and Device Security

·         P1619 - Standard Architecture for Encrypted Shared Storage Media

·         P2200 - Standard for Baseline Operating System Security

(Dormant Project Awaiting Chair and Tech Editor)

2 Definitionen

Im folgendem Kapitel werden Definitionen von Begriffen, die essentiell für das Verständnis der im BOSS dargelegten Zusammenhänge sind, aufgeführt.

2.1 Commercial off-the-shelf (COTS)

Als commercial off-the-shelf (englisch für kommerzielle Produkte aus dem Regal) oder kurz COTS werden seriengefertigte Produkte aus dem Elektronik- oder Softwaresektor bezeichnet, die in großer Stückzahl völlig gleichartig aufgebaut verkauft werden. Dies kann beispielsweise bei Office-Produkten oder Warenwirtschaftssystemen praktiziert werden. [Wiki COTS]
Unter COTS Produkte fallen auch herkömmliche Betriebssysteme wie Microsoft Windows oder Linux.

 

2.2 Common Criteria (CC)

Unter common criteria versteht man gemeinsame Kriterien für die Prüfung und Bewertung der Sicherheit von Informationstechnik. In der Version 2.0 sind sie Ende Mai 1998 unter Beteiligung Deutschlands, Frankreichs, Großbritanniens, Kanadas, der Niederlande und der USA fertiggestellt worden. Sie sind für die Bewertung der Sicherheitseigenschaften praktisch aller informationstechnischen Produkte und Systeme geeignet. Die CC 2.1 sind durch die Internationale Standardisierungsorganisation (ISO) unter der Nummer 15408 ein internationaler Standard geworden. Die wenigen nichttechnischen Änderungen, die durch den Standardisierungsprozess der ISO notwendig geworden sind, wurden in der CC Version 2.1 durchgeführt (aus [BSI CC]).
Die CC befassen sich mit dem Schutz von Informationen vor nicht-autorisierter Preisgabe, Modifizierung oder vor Zugangsverlust. Die diesen drei Bedrohungen zugewiesenen Schutzkategorien werden in der Regel mit Vertraulichkeit, Integrität und Verfügbarkeit bezeichnet.
Schwerpunkte der CC sind auf die Aktivitäten einer Person zurückzuführende Bedrohungen von Informationen, unabhängig davon, ob diese Aktivitäten böswillig sind oder nicht. Die CC gelten jedoch auch für einige nicht auf die Aktivitäten einer Person zurückzuführende Bedrohungen und sie können auch in anderen IT-Gebieten Anwendung finden, erheben aber außerhalb des eng umgrenzten Bereichs der IT-Sicherheit keinen Anspruch auf Kompetenz (aus [Bundesanzeiger]).
Die Common Criteria sind nicht nur Grundlage für die systematische Prüfung (Evaluation) der Sicherheit von IT, sondern bieten den IT-Herstellern auch einen Maßstab für die möglichen Sicherheitsmaßnahmen in ihren Produkten (aus [BSI PP]).
Vielen Anwendern von IT fehlen Wissen, Fachkenntnis oder die nötigen Mittel, um beurteilen zu können, ob ihr Vertrauen in die Sicherheit ihres IT-Produkts oder Systems angemessen ist, und sie möchten sich auch nicht allein auf die Versicherungen des Entwicklers verlassen. Die Anwender können deshalb, um ihr Vertrauen in die Sicherheitsmaßnahmen zu erhöhen, eine Analyse der Sicherheit (d.h. eine Sicherheitsevaluation) des IT-Produkts oder Systems in Auftrag geben (aus [CC Teil 1]).

2.3 Schutzprofile (Protection Profiles, PPs)

Schutzprofile ermöglichen es, eine Sicherheitslage anhand von Bedrohungen, Annahmen über die Betriebsumgebung der IT, Sicherheitszielen usw. zu beschreiben. Ein PP definiert dabei eine implementierungsunabhängige Menge von IT-Sicherheitsanforderungen. Mit Hilfe der Anforderungen in den Common Criteria wird dann eine Musterlösung auf angemessen abstrakter Ebene beschrieben. Diese Musterlösungen werden in Kürze von der ISO registriert und damit weltweit zur Verfügung stehen. Auf diese Weise haben Autoren von Schutzprofilen die Möglichkeit, weltweit Standards zu setzen. Einerseits können Hersteller mit Hilfe von Schutzprofilen Standards für ihre Produkte schaffen - wie bereits in Deutschland und Frankreich für Smartcards geschehen - andererseits haben Anwender die Möglichkeit, ihren Sicherheitsbedarf standardgerecht zu artikulieren. Auch Behörden und internationale Organisationen, können mit Hilfe von Schutzprofilen ihre Sicherheitsinteressen und Vorstellungen für bestimmte IT-Anwendungen und Produkttypen in Form eines standardisierten Sicherheitskonzepts zum Ausdruck bringen (aus [BSI PP]).
Anhand der Evaluationskriterien aus den Common Criteria wird die Prüfung und Bewertung von Schutzprofilen durchgeführt, wodurch nachgewiesen werden soll, dass das Schutzprofil vollständig, konsistent und technisch stimmig ist und für den Gebrauch in der evaluierten Umgebung geeignet ist. Dabei soll das Schutzprofil für Benutzer der evaluierten Umgebung klar und verständlich gestaltet werden.
Folgende Tabelle umfasst Schutzprofile, die im Bereich der Betriebssysteme von den Common Criteria Zertifizierungsstellen validiert wurden:

Profil Name

Version

Datum

Abkürzung

Sponsor

Multi-Level Operating Systems in Medium Robustness Environments PP

01.01.22

01.06.01

PP_MLOSPP-MR_V1.22

NSA

Single-Level Operating Systems in Medium Robustness Environments PP

01.01.22

01.06.01

PP_MLOSPP-MR_V1.22

NSA

Controlled Access PP (Basic Robustness/C2)

1.d

01.10.99

CAPP_V1.d

NSA

Labeled Security PP (Medium Robustness/B1)

1.b

01.10.99

LSPP_V1.b

NSA

Tabelle 2 Protection Profiles validiert für Betriebssysteme [NIAP PP]

 

2.4 COTS Security Protection Profile (CSPP) [CSPP]

COTS Security Protection Profile (ehemals CS2 “Commercial Security 2”) ist ein Leitfaden eines Schutzprofils für Standartanwendungen der nahen Zukunft.
Dabei erhebt CSPP den Anspruch die nötigen Richtlinien zur Entwicklung von konformen Schutzprofilen bereitszustellen, die allgemein auf COTS angewendet werden können. Dabei spezifiziert CSPP jedoch nicht alle erdenklichen Systeme. Um speziellen Anforderungen gerecht zu werden müssen zum Teil einige Spezifikationen hinzugefügt werden.
Das CSPP beschreibt also weitreichend standpunktsneutrale und theoretische Systeme in Form eines Schutzprofils. Dabei werden einige Common Criteria spezifiziert, um die Entwicklung von standardisierten Protection Profiles zu ermöglichen.
Die Schlüsselannahmen der CSPP Schutzprofile lauten:

·         Das CSPP konforme TOE („Target of Evaluation“) umfasst COTS Informations-Technologie.

·         Authentifizierte Benutzer haben das Bedürfnis nach einer sicheren IT Umgebung und halten gewissenhaft die Sicherheitsrichtlinien der Organisation ein.

·         Eine Kompetente Wartung aller Sichereheitsberiche wird durchgeführt.

·         Die Geschäftsprozessautomatisierung ist im Hinblick darauf implementiert, was CSPP konforme Protection Profiles nicht von ihren TOEs erwarten können.

a) Anwendungsbereich

Tabelle 3 gibt Aufschluss über die Systeme, auf die das COTS Security Protection Profile angewendet werden kann:

Art des Systems

·         sowohl Einzelrechner als auch verteilte Rechner

·         Single- und Multiuser

·         Standardbetriebssysteme, Datenbanksysteme und andere Anwendungen

Art des Zugriffs

·         Öffentlicher Zugriff: Der Benutzer hat keine eindeutigen Identifizierungsmerkmale, und wird vor einem Zugriff nicht authentifiziert.

·         Authentifizierte Benutzer sind vom System bereits vor einem Zugriff eindeutig identifizierbar, und haben über die der Öffentlichkeit zugänglichen Informationen hinaus Zugriff.

Art der Nutzung

CSPP konforme Schutzprofile sind sowohl für Umgebungen in der Wirtschaft als auch in der Regierung einsetzbar.

·         Staatliche Nutzung:
Schutzprofile spezifizieren Grundanforderungen der Sicherheit für sensible Informationen in einer Umgebung, wo alle authentifizierten Benutzer über das Sicherheitsniveau der bearbeiteten Informationen aufgeklärt werden, weil keine (beziehungsweise nur eine) Einstufung des Sicherheitsniveau möglich ist.
In einer klassifizierbaren Umgebung wird der öffentliche Zugriff auf CSPP konforme Systeme untersagt.
Für sensible, aber nicht klassifizierbaren Umgebungen, kann, durch zusätzliche Kontrollen, ein öffentlicher Zugriff erteilt werden.

·         Wirtschaftliche Nutzung:
CSPP konforme Protection Profiles spezifizieren Grundanforderungen der Sicherheit von Informationen in Umgebungen, wo allen authentifizierten Benutzern vertraut werden kann. Jene versuchen weder die Zugriffskontrollen durch böswilliges Umgehen noch durch ausgeklügeltes Durchbrechen auszuhebeln.
Öffentlicher Zugang wird durch die Kontrollen der Umgebung des TOE und durch zusätzliche Mechanismen erlaubt.

Tabelle 3 Anwendugsbereich der CSPP [CSPP]

Durch den Einsatz von Standardanwendungen werden gleichzeitig deren Vorzüge, wie ein weitreichender Funktionsumfang bei geringen Kosten, ausgenutzt, jedoch müssen dabei einige Kompromisse, beispielsweise der geringe Leistungsumfang im Bereich der Sicherheit, in Kauf genommen werden. Dort setzt das CSPP an, indem Sicherheitsleitlinien für auf COTS basierende System bereitgestellt werden. Dabei deckt das CSPP auch jene Bereiche ab, wo es, beispielsweise aus Kostengründen, nicht realistisch erscheint von einer typischen Standardanwendung ausreichenden Schutz zu erwarten.

b) Übersicht der CSPP Anforderungen

Der Evaluierungsgegenstand (TOE, „Target of Evaluation“) eines Schutzprofils der Common Criteria ist die IT Komponete oder das System, wofür Anforderungen spezifiziert werden müssen. Folgende Tabelle gibt Aufschluss über die Anforderung an das zu betrachtende System:

Vertrauenswürdigkeit
(„Assurances“)

Die Vertrauenswürdigkeitsstufe wurde so gewählt, dass das Sicherheitsniveau aus bestehenden Methoden der COTS Entwicklung erhalten bleibt und keine umfangreiche Evaluierung durch Dritte nötig ist. Sie erweitern die vom TOE ergriffenen Sicherheitsmaßnahmen, welche

·         ausreichend zur Kontrolle eine Gemeinde von vertrauensvollen authentifizierten Benutzern sind,

·         so genannte „unsophisticated“ technische Angriffe abwehren,

·         jedoch keinen ausreichenden Schutz gegen so genannten „sophisticated“, technischen Angriffen bieten können.

Anforderungen („Functionality“)

Das fiktive CSPP System befriedigt folgende Sicherheitsanforderungen an ein verteiltes System in einer unsicheren Netzwerkumgebung:

·         Eine Zugriffskontroll-Strategie zwischen aktiven Einheiten („Subjekten“) und passiven Objekten, die auf deren Identität erlaubte Handlungen und Einschränkungen der Betriebsumgebung (wie beispielsweise „time-of-day“ und „port-of-entry“) basiert.

·         Kontrolle des Informationsfluss auf der Makroebene (zwischen Domänen).

·         Resistenz gegen Überlastung der Ressourcen durch eine Ressourcen- Verteilungsstrategie.

·         Methoden zur Erkennung von Sicherheitslücken.

·         Mechanismen zur zuverlässigen Systemwiederherstellung im Falle eines Systemversagens oder Festellens einer Sicherheitslücken.

Abgrenzungskriterien

(„What the TOE need not to require“)

CSPP konforme Protection Profiles dürfen vom TOE nicht erwarten, dass es

·         so genannte „label-based controls“ zu Verfügung stellt (wie z.B. als staatlich oder als Firmeneigentum gekennzeichnete Daten),

·         adequaten Schutz vor Missbrauch von authorisierten Rechten und „ sophisticated“ Angriffen (mit Zugiffsverweigerung) bietet und

·         ausreichend Schutz vor Installation-, Anwender- und Administrationsfehlern gewährleistet.

Tabelle 4 Anforderungen der CSPP [CSPP]

 

3 Standard for Baseline Operating Systems Security (BOSS)

In diesem Kapitel werden die globalen Zusammenhänge der einzelnen Organisationen und Begrifflichkeiten illustriert, die auf den „Standard for Baseline Operating Systems Security“ einwirken.

3.1 Entstehungsgeschichte

Am 12. Juni wurde durch eine E-Mail von Jodi Haasz, Senior Administrator IEEE-SA Governance and Electronic Processes, an Curtis Anderson das Projekt „P2200 - Standard for Baseline Operating Systems Security (TM) (BOSS TM)“ bis 31. Dezember 2007 genehmigt [BOSS INIT]. Dieses Projekt basiert auf die CC, die im NIST IR 6462 [CSPP] spezifiziert wurden. Als Basisdokument dienen der Arbeitsgruppe der NIST IR 6985: „COTS Security Protection Profile - Operating Systems (CSPP-OS) (Worked Example Applying Guidance of NISTIR-6462, CSPP)“ vom April 2003 [CSPP-OS].

Am 21. Oktober schrieb der Projektleiter John Cole folgende E-Mail [BOSS MAIL]:

Date: Thu, 21 Oct 2004 10:48:03 -0400

Sender: Baseline Operating System Security <BOSS@COMPUTER.ORG>

From: "Cole, John (Civ, ARL/CISD)" <cole@ARL.ARMY.MIL>

Subject: Suspension of Activities

All, Because I am unable to spend time as chair of the Baseline Operating System Security working group, and because we have lost participation by NIST as a proponent, activities for this group are suspended for several months waiting to see if others are interested in taking over the roles of working group chair and technical editor. If by the end of January 2005 no one does, then as sponsor of the working group, I will request that the project be withdrawn from IEEE. We have had great discussions, great participants, and the list of those interested numbers around 150. But the problem with volunteer activities is that volunteers have real jobs with time demands that are sometimes inelastic, and changing support from the organizations sponsoring the volunteers. If any of you are interested in serving in these roles (working group chair, technical editor) for the BOSS WG, send me email or call before February 2005. Thanks Jack

Woraufhin schließlich im „IEEE Report of Recent Activities“ hingewiesen wurde, dass das Projekt P2200 „Standard for Baseline Operating System Security“ aufgrund einer Vakanz seitens der Führungsposition sowie des technischen Bearbeiters bis auf weiteres auf Eis gelegt wurde [IEEE ACT].

3.2 Zielsetzung

BOSS soll als Leitfaden für Sicherheitsanforderungen an kommerzielle COTS Betriebssysteme dienen, und dabei sinnvolle Sicherheitsanforderungen zur Verfügung stellen. Augenmerk liegt auf die Formulierung eines Leitfadens, der für das breite Publikum verständlich und klar ist. Überdies soll er Anwendern sowie der Industrie gleichermaßen Eingriffsmöglichkeiten in Sicherheit-Standards für Betriebssysteme bieten, indem das Thema, nicht wie bisher ausschließlich vom Staat, sondern auch von der Öffentlichkeit erörtert wird.
Da sich die Zielsetzung von BOSS mit den Zielvorstellungen der Schutzprofile der Common Criteria deckt, wurde als Basis für den Standard das CSPP-OS, auf das im nächsten Kapitel eingegangen wird, gewählt.

3.3 Übersichtsgrafik

Den Zusammenhang der einzelnen Einrichtungen und ihr Zusammenwirken soll die folgende Grafik verdeutlichen:


Zeichnung 1 Übersicht der globalen Zusammenhänge


Da BOSS auf CSPP-OS aufbaut wird im Folgendem detailliert auf jenes eingegangen.

 

4 COTS Security Protection Profile - Operating Systems (CSPP-OS) [CSPP-OS]

4.1 Motivation

Ziel des „COTS Security Protection Profile - Operating Systems“ ist es in Form eines Schutzprofils ein ausgearbeitetes Beispiel der im NIST IR 6462 „COTS Security Profile“ [CSPP] vorgestellten Protection Profiles der Common Criteria für COTS Informationstechnologie zu liefern.
In diesem Schutzprofil werden Anforderungen definiert und spezifiziert, die man braucht um die Sicherheitsprobleme, von denen ausgegangen werden kann, dass COTS Betriebssysteme (mit etwaigen Add-On-Paketen) in naher Zukunft konfrontiert werden, zu lösen.
Die Zielgruppe des CSPP-OS besteht aus Unternehmern und Organisationen, aus dem staatlichen und dem privaten Sektor, die mit der Verantwortung betraut wurden Schutzprofile zu entwickeln oder überarbeiten (wie beispielsweise das P2200 BOSS).
Da es sich bei CSPP-OS um ein angewandtes Beispiel des im [CSPP] formulierten Schutzprofils handelt, gelten die im Kapitel 2.4 gemachten Aussagen auch für das CSPP-OS.

4.2 Evaluationsgegenstand (TOE)

Die TOEs werden durch Produktklasse, Arbeitsumgebung und geforderte Sicherheitsfunktionen eingegrenzt.

a) Produktklasse

Vom CSPP-OS werden Standard-Betriebsysteme sowohl im Einzelbetrieb als auch in Netzwerkumgebungen berücksichtigt, welche mit einem oder mehreren Prozessoren betrieben werden, die zusammen mit der angeschlossenen Peripherie von mehreren Benutzern genutzt werden können.
Die gemeinsamen Freigaben auf Daten und Ressourcen müssen gesteuert und kontrolliert werden. Das TOE soll dem Anwender direkt Dienste zur Verfügung stellen oder als Plattform verteilter Anwendungen dienen, wobei eine sichere Kommunikation über ein ungesichertes Netz gewährleistet werden muss. Dabei kann das TOE ein Standard-Betriebssystem mit Add-On-Paketen sein, welche die Grundfunktionen erweitern.

b) Arbeitsumgebung

Die Arbeitsumgebung des Betriebssystems (TOE) besteht aus Computersystemen auf denen jenes ausgeführt wird und weitere Systeme, die mit ihm verbunden sind.
Der menschliche Benutzer ist in Verbindung mit dem von ihm gestarteten Systemprozessen verantwortlich für jegliche Systemaktivität. Das Betriebssystem muss Prozesse erzeugen, die entweder einem eindeutigen Benutzer zugeordnet werden können oder einem eindeutig identifizierbaren Systemprozess.
In einer Netzwerkumgebung muss die Möglichkeit bestehen, dass ein Prozess einen weiteren auf einem anderen Computersystem aufrufen kann.

c) Geforderte Sicherheitsfunktionen

Folgende Auflistung beinhaltet spezifische Sicherheitsanforderungen an ein CSPP-OS konformes Betriebssystem:

·         Einhaltung der von den IT Sicherheitsrichtlinen verhängten Zugriffskontrollstrategie

·         Zuweisung eines einzigartigen und eindeutigen Identifikator sowohl an jeden authentifizierten Benutzer als auch an alle Systemprozesse (einschließlich derer, die nicht von einem Benutzer gestartet wurden)

·         Zugriffserteilung nur durch die geforderte Authentifizierung

·         Definition einer Menge von Operationen für (noch) nicht authentifizierte Benutzer

·         Revision durch individuelle Rechenschaftsablage und sowohl Aufspüren von als auch Reagieren auf Sicherheitslücken

·         Möglichkeit des Zugriffsberechtigungs-Management

·         Gegen Ressourcen-Überlastung resistente Ressourcen-Verwaltungsmöglichkeiten

·         Systemwiederherstellungs-Fähigkeiten zur Überlebensfähigkeit von Systemfehlern und Sicherheitslücken

·         Automatische Unterstützung zur Verifizierung von sicherem Datenverkehr, Insallation, Arbeitsverrichtung und Administration

4.3 Die Sicherheitsumgebung

Im Folgenden wird näher auf das CSPP-OS konforme Betriebssystem eingegangen. Zuerst speziell auf dessen Arbeitsumgebung, im weiteren Verlauf wird aufgeführt für welche organisationsinterne Sicherheitsrichtlinien CSPP-OS geeignet sind. Überdies wird kurz auf die IT bezogene Anforderungen an die Organisation im Bezug auf das fiktive IT-System, in dem das CSPP konforme Betriebssystem eingesetzt wird, eingegangen. Schließlich werden bewusst in Kauf genommene Sicherheitsrisiken behandelt und abschließend eine allgemeine Beschreibung der Vertrauenswürdigkeit gegeben.

a) Arbeitsumgebung

Annahmen im Bezug auf das TOE:
Das TOE ist ein System, das auf COTS der nahen Zukunft basiert, wobei von ihm nicht verlangt wird, ausreichenden Schutz vor Missbrauch von autorisierten Benutzer-Rechten zu bieten. „Label-based“ Kontrollelemente enthält müssen nicht enthalten sein, da es unwahrscheinlich ist, dass diese in der nahen Zukunft in COTS integriert werden. Schließlich wird aus selbigem Grunde nicht vom TOE verlangt, dass es sich ausreichend gegen technische durchdachte („sophisticated“) Angriffe zu Wehr setzten kann.

Annahmen im Bezug auf das Personal:
Die Administration findet auf einer kompletten „on-going“ Basis statt. Authentifizierte Benutzer haben das Bedürfnis nach einer sicheren IT Umgebung und halten gewissenhaft die Sicherheitsrichtlinien der Organisation ein.

b) Organisationsinterne Sicherheitsrichtlinien

Die internen Sicherheitsbestimmungen beschreiben Anforderungen an die Umgebung, wie beispielsweise eine Abstimmung der eingesetzten Informationstechnologie mit den gängigen Gesetzen und Regulierungen, sowie Informationsfluss-Bestimmungen. Zudem wird eine verantwortungsvolle Benutzerbasis vorausgesetzt, die es ermöglicht jeden Anwender für seine Taten zur Verantwortung zu ziehen und die Annahme zulässt, dass alle Benutzer auf die eingesetzte IT geschult wurden und diese nur im Rahmen der autorisierten Benutzungsrichtlinien verwenden.

c) Maßnahmen des TOE zum Abwehren von Angriffen und Beseitigen von Sicherheitslücken

Technische Gegenmaßnahmen von Systemen der zukünftigen COTS-Generation gegen Angriffe müssen ergriffen werden. Jene werden in zwei Kategorien eingeteilt:

·         „unsophisticated“ und böswillige Angriffe, die nicht von authentifizierten Benutzern stammen,

·         Angriffe von authentifizierten Benutzern, die ohne böse Absichten versuchen sich unautorisiert Zugriff zu verschaffen oder nicht autorisierte Operationen durchzuführen.

Alle anderen Bedrohungen der Systemsicherheit müssen durch die Kontrollen seitens der Arbeitsumgebung abgefangen werden, beziehungsweise als Sicherheitsrisiken in Kauf genommen werden.
Im folgendem Abschnitt, der die Sicherheitsrisiken behandelt, wird zwischen technischen und nicht-technischen Mitteln des Eindringens unterschieden. Unter technischen Mitteln versteht man durch Informationstechnologie implementierte Maßnahmen, die zum Zweck haben, die Zugriffskontrollmaßnahmen des Betriebssystems zu umgehen (beispielsweise eine absichtliche Verursachung eines Pufferüberlaufs). Nicht-technische Mittel sind jene, die sich nicht im Verantwortungsbereich der eingesetzten IT-Umgebung befinden (zum Beispiel verschlossene Büroräume oder bewachte Gebäude).

ACCESS-TOE: Ein authentifizierte Benutzer kann sich unautorisiert Zugang zu einer Ressource oder Information verschaffen, die nicht vom TOE via Benutzerfehler, Systemfehler oder einem „unsophisticated“ technischen Angriff abgefangen wird.

Durch die alleinige Freigabe von öffentlichen und authentifizierten Zugängen auf Ressourcen und Handlungen für die sie autorisiert wurden kann dies erreicht werden (O.ACCESS-TOE).

Überdies muss das TOE die Möglichkeit zur Verfügung stellen Zugriffsrechte für Benutzer- und Systemprozesse zu spezifizieren und zu verwalten (O.AUTHORIZE-TOE).

Um auf nicht-böswillige autorisierte Software oder Benutzer, die durch das Umgehen oder Aushebeln der Sicherheitsrichtlinien Zugang erhalten haben, zu reagieren muss das TOE diese verhindern (O.BYPASS-TOE).

AUDIT-CONFIDENTIALITY-TOE: Die Wahrnehmung von sicherheitsrelevanten Ereignissen im Zuständigkeitsbereich des TOE kann durch unautorisierte Individuen oder Prozesse umgangen werden.
Die Sicherheit des TOE hängt zum Teil von der Fähigkeit das Auftreten sicherheitsrelevanter Ereignisse festzustellen und zu berichten ab. Die Identität der Verantwortlichen dieser Ereignisse zu bestimmen und den Logeintrag des Ereignisses vor unautorisiertem Zugriff, Veränderung oder Zerstörung zu schützen sind weitere wichtige Fähigkeiten, die das TOE unterstützen muss.

Das TOE muss für Aktionen in seinem Kontroll- beziehungsweise Wissensbereich gewährleisten, dass alle Benutzer schrittweise für ihre sicherheitsrelevanten Handlungen ermittelbar sind. Dies wird durch eine „moderate effectiveness“ erreicht, mit dem Wissen dass es aus gewissen Gründen nicht möglich ist bestimmte Handlungen zuzuordnen (O.ACCOUNT-TOE).

AUDIT-CORRUPTED-TOE: Einträge von sicherheitsrelevanten Ereignissen unter der Kontrolle des TOE können durch Unautorisierte verändert oder zerstört werden.

TRACEABLE-TOE: Aufgrund des Betriebssystems kann es möglich sein, dass sicherheitsrelevante Ereignisse nicht bis zu einem Benutzer- oder Systemprozess verfolgt werden können.

RECORD-EVENT-TOE: Sicherheitsrelevante Ereignisse des TOEs, die geloggt werden sollten, werde nicht erfasst.

DENIAL-TOE: Das TOE kann Ziel einer „unsophisticated denial-of-service“ Attacke werden, deshalb muss es dem TOE möglich sein dieser zu trotzen.

Das TOE muss sich selbst vor „unsophisticated denial-of-service“ Attacken schützen (O.AVAILABLE-TOE).

ENTRY-TOE: Durch eine „unsophisticated“ technische Attacke kann dieselbe Person Zugriff auf vom TOE bewachte Ressourcen oder Informationen erhalten.
Die Mechanismen und „assurances“ von COTS der nahen Zukunft können geringstufigen Attacken widerstehen. Wenn gegen schwerwiegendere Angriffe Widerstand nötig sein sollte, muss dies durch die Arbeitsumgebung des TOE geschehen.

Diese Art des Eindringens muss durch das TOE verhindert werden (O.ENTRY-TOE).

RESOURCES: Die freigegebenen internen Ressourcen können aufgrund eines Systemfehlers oder unbeabsichtigten Benutzereingaben überlastet werden.

Das TOE muss sich gegen derartige Fehler schützen können (O.RESOURCES).

OBSERVE-TOE: Spezifikations-, Design- oder Implementierungsfehler können kompetente Benutzer oder Sicherheitsadministratoren fälschlicherweise im Glauben lassen, dass das TOE, trotz des Auftretens von Ereignissen, die auf Unsicherheiten schließen ließen, immer noch sicher sei.

Durch eine Kombination von Vorsorge- und Erkennungsmaßnahmen, die die möglicherweise sehr Umfangreiche Anzahl an möglichen Fehlzuständen einzugrenzen versuchen, kann dem entgegengewirkt werden (O.OBSERVE-TOE).

CRASH-TOE: Der Sicherheitsstatus des TOE kann durch einen Systemabsturz kompromittiert werden. Um die von ihm kontrollierten Informationen zu beherrschen, muss das TOE in einem sicheren Zustand verbleiben.

Beim Erkennen eines Systemfehlers, einer Diskontinuität des Dienstes oder einer Sicherheitslücke muss das TOE die Möglichkeit zur Rückkehr zu einem sicheren Zustand zur Verfügung stellen (O.RECOVER-TOE).

TOE-CORRUPTED: Der Sicherheitszustand eines TOEs könnte als Resultat einer geringstufigen Attacke absichtlich korrumpiert worden sein, um zukünftiges Eindringen zu ermöglichen.

Diese speziellen Sicherheitslücken muss das TOE erkennen (O.DETECT-TOE).

Tabelle 5 Bedrohungen und Sicherheitsziele TOE [CSPP-OS]

 

d) Auftreten von Sicherheitsrisiken außerhalb des Wirkungsbereichs des TOE und deren Beseitigung

Die im Folgendem aufgeführten Bedrohungen und Sicherheitsziele („Objectives“) befinden sich nicht im Aufgabenbereich des TOE und müssen deshalb von der Arbeitsumgebung abgefangen werden:

ACCESS-NON-TECHNICAL: Wie im vorhergehenden Abschnitt bereits angedeutet kann sich ein authentifizierter Benutzer ungenehmigten Zugang verschaffen.

Durch Sicherheitspersonal und Benutzerschulung kann dem entgegengewirkt werden (O.ACCESS-NON-TECHNICAL).

PHYSICAL: Sicherheitskritische Bereiche des System können physikalischen Attacken ausgesetzt werden.

Durch eine effektive Prävention kann dies verhindert werden (O.PHYSICAL).

DENIAL-Non-TOE: Das System kann Ziel einer „sophisticated denial-of-service“ Attacke werden. Da nicht von COTS der nahen Zukunft erwartet wird diesen zu widerstehen, müssen diese Systeme auf den Schutz durch die nicht-IT Umgebung vertrauen.

Dies wird durch eine Kombination von Prevention, Früherkennung und Wiederherstellung erreicht (O.AVAILABLE-Non-TOE).

DENIAL-SOPHISTICATED: Die nicht zum TOE gehörende IT kann Ziel einer „unsophisticated denial-of-service“ Attacke werden, derer sie zu widerstehen vermögen soll.

Die Umgebung muss Möglichkeiten liefern diese und deren Folgen zu erkennen. Die Art der Reaktion geschieht mit einer „moderate effectiveness“ (O.DENIAL-SOPHISTICATED).

 

ACCESS-Non-TOE: Ein authentifizierte Benutzer kann sich unautorisiert Zugang zu einer Ressource oder Information verschaffen, die nicht vom TOE via Benutzerfehler, Systemfehler oder einem „unsophisticated“ technischen Angriff abgefangen wird.

Durch die alleinige Freigabe von öffentlichen und authentifizierten Zugriffen auf Ressourcen und Handlungen für die sie autorisiert wurden, kann dies erreicht werden (O.ACCESS-Non-TOE).

Überdies muss die IT die Möglichkeit zur Verfügung stellen Zugriffsrechte für Benutzer- und Systemprozesse zu spezifizieren und zu verwalten (O.AUTHORIZE-Non-TOE).

Um den Zugang von „non-malicious“ autorisierter Software oder Benutzern, die durch das Umgehen oder Aushebeln der Sicherheitsrichtlinien eindringen konnten, zu unterbinden, muss die IT Umgebung diese verhindern (O.BYPASS-Non-TOE).

AUDIT-CONFIDENTIALITY-Non-TOE: Die Wahrnehmung von sicherheitsrelevanten Ereignissen außerhalb des Zuständigkeitsbereichs des TOE kann durch unautorisierte Individuen oder Prozesse umgangen werden.

Daher muss die IT außerhalb des TOE der Öffentlichkeit und authentifizierten Benutzern Zugriff auf Ressourcen und Handlungen, für welche sie autorisiert wurden, erteilen. Außerdem muss diese IT sicherstellen, dass alle Benutzer für ihre sicherheitsrelevanten Aktionen verantwortlich gemacht werden können (O.ACCOUNT-Non-TOE).

AUDIT-CORRUPTED-Non-TOE: Einträge von sicherheitsrelevanten Ereignissen außerhalb des Zuständigkeitsbereichs des TOE können möglicherweise durch Unautorisierte verändert oder zerstört werden.

RECORD-EVENT-Non-TOE: Sicherheitsrelevante Ereignisse die außerhalb des TOEs geloggt werden sollten werde nicht erfasst.

TRACEABLE-Non-TOE: Aufgrund der Informationssysteme außerhalb des TOE kann es möglich sein, dass sicherheitsrelevante Ereignisse nicht bis zu einem Benutzer- oder Systemprozess verfolgt werden können.

ENTRY-NON-TECHNICAL: Durch nichttechnische Mittel kann sich eine nicht authentifizierter Benutzer Zugang zu Ressourcen oder Informationen verschaffen.

Dies muss von der IT Umgebung verhindert werden; das Bewusstsein dieser Gefahr und Anwenderschulungen reichen großteils zur Erfüllung dieser Direktive aus (O.ENTRY-NON-TECHNICAL).

ENTRY-Non-TOE: Durch eine „unsophisticated“ technische Attacke kann dieselbe Person Zugriff auf Ressourcen oder Informationen erhalten die nicht vom TOE überwacht werden.
Die Mechanismen und „assurances“ von COTS der nahen Zukunft können geringstufigen Attacken widerstehen. Wenn gegen schwerwiegendere Angriffe Widerstand nötig sein sollte, muss dies durch die Arbeitsumgebung des Systems geschehen.

Das Bewusstsein dieser Gefahr und Anwenderschulungen reichen Großteils zur Erfüllung dieser Direktive aus (O.ENTRY-Non-TOE).

ENTRY-SOPHISTICATED: Dieselbe Person kann sich durch eine „sophisticated“ technische Attacke Zugriff auf Informationen und Ressourcen verschaffen. Da sich das COTS System erwartungsgemäß nicht gegen diese Angriffe wehren kann muss die Arbeitsumgebung diesen Schutz gewährleisten.

Die TOE Umgebung muss Möglichkeiten liefern diese und deren Folgen zu erkennen. Die Art der Reaktion geschieht mit einer „moderate effectiveness“ (O.ENTRY-SOPHISTICATED).

OBSERVE-Non-TOE: Spezifikations-, Design- oder Implementierungsfehler können kompetente Benutzer oder Sicherheitsadministratoren fälschlicherweise im Glauben lassen, dass das System, trotz des Auftretens von Ereignissen, die auf Unsicherheiten schließen ließen, immer noch sicher sei.

Durch eine Kombination von Vorsorge- und Erkennungmaßnahmen, die die möglicherweise sehr Umfangreiche Anzahl an möglichen Fehlzuständen einzugrenzen versuchen, wird dem entgegengewirkt (O.OBSERVE-Non-TOE).

Tabelle 6 Bedrohungen und Sicherheitsziele nicht TOE [CSPP-OS]

 

e) Bereiche in denen sowohl TOE als auch dessen Umgebung Sicherheitsverantwortung tragen

Im Folgendem werden Bereiche aufgeführt in denen zum einen keine Abgrenzung der Aufgabenbereiche möglich ist oder zum anderen beide gleichermaßen an der Erfüllung der Sicherheitsrichtlinen beitragen:
Um böswilliges Eindringen in unautorisierte Bereiche durch authentifizierte Benutzer zu verhindern sind die TOE Kontrollen allein nicht ausreichend. Zusätzliche Umgebungskontrollen sind notwendig.
Im weiteren sind das gemeinsame Auffinden von Sicherheitslücken, die Implementierung und Wartung beider Systeme unter Einhaltung und Beibehaltung der IT Sicherheit von Nöten.
Überdies muss in beiden Systemen gewährleistet sein, dass beiden Systeme sowohl geltende Gesetze wie Regulierungen einhalten.
Schließlich muss eine Überlastung geteilter Ressourcen verhindert werden, und die Möglichkeit bei einem Systemausfall oder dem Feststellen von Sicherheitslücken des Wiederherstellens eines sicheren Systemstatus gegeben sein.

 

f) Anforderung an die Vertrauenswürdigkeit („assurances“)

Da CSPP-OS eine Definition von in naher Zukunft erreichbarer und mit geringen Evaluierungskosten verbundener COTS Sicherheit darstellt decken sich die Anforderungen an die Vertrauenswürdigkeit mit den gängigen in der Praxis bewährten Entwicklungsmethoden und beinhalten nur einen minimalen Anteil an Analyse durch Dritte. Grund dafür ist, dass aktuelle COTS Entwicklungsstandards kein „Security Engineering“ im geeigneten Maße umfassen. Ein Vorschreiben dieser Techniken hätte zur Folge, dass Entwicklungsmethoden und Personalfertigkeiten komplett überarbeitet werden müssen. Da dies nicht möglich bzw. als unwahrscheinlich gilt wurde das CSPP-OS mit diesem Vorbehalt entwickelt.

 

4.4 Funktionale Sicherheitsanforderungen

In diesem Abschnitt werden exemplarisch funktionale Anforderungen der CSPP-OS Spezifikation entnommen um jene zu illustrieren.

a) An das Betriebssystem (TOE)

Die funktionalen Anforderungen bestehen aus teilweisen erweiterten, verfeinerten oder durch die Sicherheitsvorgaben vertiefende Komponenten der Common Criteria.
Die im Schutzprofil spezifizierten Vorgaben müssen strikt vom Betriebssystem eingehalten werden. Aufgrund der Komplexität und des Umfangs der funktionalen Anforderungen wird exemplarisch ein Beispiel durchgearbeitet; dies kann auf alle weiteren Anforderungen angewendet werden.

Req Number

CC Component

Name

Extended

Refined

ST adds detail

Objectives function helps address

30

FIA_USB.1-NIAP-0415

User-Subject Binding

 

 

 

o.access-TOE
o.access-malicious
o.due-care
o.bypass-TOE

Tabelle 7 Funktionale Anforderungen an das TOE [CSPP-OS]

Die Tabelle „Funktionale Anforderungen“ ist direkt aus dem Kapitel 5.1 des Schutzprofils CSPP-OS entnommen. Sie enthält eine fortlaufende Anforderungsnummer, gefolgt von der Common Criteria Komponente, auf die Bezug genommen wird, dem Namen der Anforderung und den eventuell durchgeführten Modifikationen. In der letzten Spalte werden die Sicherheitsziele, die durch die Funktion abgedeckt werden aufgeführt.
Der folgende Abschnitt ist ein Auszug aus Teil zwei der Common Criteria „Funktionale Sicherheitsanforderungen“[CC Teil 2], der die Komponente FIA_USB.1-NIAP-0415 beschreibt:

 

Benutzer-Subjekt-Bindung (FIA_USB)

7 - Klasse FIA: Identifikation und Authentisierung

7.6 Benutzer-Subjekt-Bindung (FIA_USB)

Familienverhalten

Ein authentisierter Benutzer aktiviert in der Regel ein Subjekt, um den TOE (EVG) zu benutzen. Die Benutzersicherheitsattribute sind (vollständig oder teilweise) mit dem Subjekt verknüpft. Diese Familie definiert Anforderungen zur Erzeugung und Erhaltung der Verknüpfung der Benutzersicherheitsattribute mit dem Subjekt, das für den Benutzer handelt.

Komponentenabstufung

 


FIA_USB.1 Benutzer-Subjekt-Bindung erfordert die Erhaltung der Verknüpfung zwischen den Sicherheitsattributen des Benutzers und einem Subjekt, das für den Benutzer handelt.

Management: FIA_USB.1

Folgende Aktionen kommen für die Managementfunktionen in FMT in Betracht:

a) Ein autorisierter Systemverwalter kann Standardvorgaben für Subjektsicherheitsattribute definieren.

Protokollierung: FIA_USB.1

Folgende Aktionen sollen protokollierbar sein, wenn FAU_GEN Generierung der Sicherheitsprotokolldaten Bestandteil des PP/der ST ist:

a) Minimal: Mißlungene Bindung von Benutzersicherheitsattributen an ein Subjekt (zum Beispiel Erzeugung eines Subjekts).

b) Einfach: Erfolgreiche oder mißlungene Bindung von Benutzersicherheitsattributen an ein Subjekt (zum Beispiel Erfolg oder Mißerfolg bei Erzeugung eines Subjekts).

FIA_USB.1 Benutzer-Subjekt-Bindung

Ist hierarchisch zu: Keinen anderen Komponenten.

FIA_USB.1.1 Die TSF müssen die angemessenen Benutzersicherheitsattribute mit den Subjekten verknüpfen, die für die Benutzer handeln.

Tabelle 8 Auszug aus dem zweiten Teil der CC: FIA_USB.1-NIAP-0415 [CC Teil 2]

Alle weiteren Sicherheitsanforderungen sind dem Schutzprofil CSPP-OS [CSPP-OS] zu entnehmen.

 

b) An die IT Umgebung

Ähnlich der Sicherheitsanforderungen das TOE gestellt werden, wird auf die Anforderungen an IT Umgebung eingegangen. Im Falle des Betriebssystems machen die Hard- und Firmware die IT Umgebung, auf dem das TOE ausgeführt wird, aus.
Parallel zum vorangehenden Punkt wird hier exemplarisch auf eine Sicherheitsanforderung eingegangen.

Req Number

CC Component

Name

Objectives function helps address

9

FDP_ACC.1

Subset Access Control

o.access-non-toe
o.entry-non-toe
o.due-care
o.comply
o.available-non-toe

Tabelle 9 Funktionale Anforderungen an die IT Umgebung [CSPP-OS]

 

Die die Anforderungsnummer nimmt Bezug auf die Anforderungen an das TOE. Etwaige Modifikation wurden daher bereits im vorherigen Abschnitt abgedeckt.
Zur Verdeutlichung der Komponente „Subset Access Control“ folgt der Auszug aus den Common Criteria [CC Teil 2]:

 

6 - Klasse FDP: Schutz der Benutzerdaten

Zugriffskontrollpolitik (FDP_ACC)

6.1 Zugriffskontrollpolitik (FDP_ACC)

Familienverhalten

Diese Familie identifiziert SFPs für Zugriffskontrolle (durch den Namen) und definiert den Anwendungsbereich der Kontrolle der Politiken, die den identifizierten Teil der Zugriffskontrolle der TSP bilden. Dieser Anwendungsbereich der Kontrolle wird durch drei Mengen charakterisiert: die Subjekte unter Kontrollpolitik, die Objekte unter Kontrollpolitik und die Operationen zwischen kontrollierten Subjekten und kontrollierten Objekten, die durch die Politik abgedeckt sind. Die Kriterien erlauben die Existenz von mehrfachen Politiken, von denen jede einen eindeutigen Namen hat. Dies wird durch einmalige Iteration von Komponenten dieser Familie für jede genannte Zugriffskontrollpolitik erreicht. Die Regeln, welche die Funktionalität einer SFP für Zugriffskontrolle festlegen, werden durch andere Familien wie FDP_ACF und FDP_SDI definiert. Die Namen der hier in FDP_ACC identifizierten SFPs für die Zugriffskontrolle werden in allen übrigen funktionalen Komponenten mit einer Operation, die nach einer Zuweisung oder Auswahl von SFP für Zugriffskontrolle verlangt, verwendet.

Komponentenabstufung

 


FDP_ACC.1 Teilweise Zugriffskontrolle erfordert, daß jede identifizierte SFP für Zugriffskontrolle für eine Teilmenge der möglichen Operationen mit einer Teilmenge der Objekte eines TOE (EVG) angewendet wird.

FDP_ACC.2 Vollständige Zugriffskontrolle erfordert, daß jede identifizierte SFP für Zugriffskontrolle alle Operationen mit Subjekten und Objekten abdeckt, die durch diese SFP erfaßt sind. Weiter ist es erforderlich, daß alle Objekte und Operationen mit dem TSC durch mindestens eine identifizierte SFP für Zugriffskontrolle abgedeckt sind.

Management: FDP_ACC.1, FDP_ACC.2

Für diese Komponente sind keine Management-Aktivitäten vorgesehen.

Protokollierung: FDP_ACC.1, FDP_ACC.2

Es sind keine Ereignisse identifiziert, die protokollierbar sein sollen, wenn FAU_GEN Generierung der Sicherheitsprotokolldaten Bestandteil des PP/der ST ist.

FDP_ACC.1 Teilweise Zugriffskontrolle

Ist hierarchisch zu: Keinen anderen Komponenten.

 

FDP_ACC.1.1 Die TSF müssen die [Zuweisung: SFP für Zugriffskontrolle] für [Zuweisung: Liste der Subjekte, Objekte und der durch die SFP abgedeckten Operationen zwischen Subjekten und Objekten] durchsetzen.

Tabelle 10 Auszug aus dem zweiten Teil der CC: FDP_ACC.1 [CC Teil 2]

 

c) An die Nicht-IT Umgebung

Dieses Schutzprofil umfasst nicht alle Anforderungen an die Nicht-IT Umgebung im Detail. Die Aussagen der Sicherheitsziele werden jedoch als ausreichend angesehen, der Nicht-IT Umgebung Rückhalt zu geben.
Folgende Ziele müssen fast ausschließlich von Kontrollen der Nicht-IT Umgebung abgedeckt werden:
O.ACCESS-NON-TECHNICAL, O.DENIAL-SOPHISTICATED, O.DETECT-SOPHISTICATED, O.ENTRY-NON-TECHNICAL, O.ENTRY-SOPHISTICATED und O.PHYSICAL.
Die Ziele O.ACCESS-MALICIOUS, O.COMPLY, O.DUE-CARE, O.MANAGE und O.OPERATE werden ausreichend durch Kontrollen der Nicht-IT Umgebung abgedeckt.

 

5 Fazit

Sicherheit spielt heute bereits eine entscheidende Rolle in vielen Bereichen. Dadurch, dass Netzwerke heute wie morgen einen sehr großen Platz in unserer Umgebung einnehmen, wächst das Bedürfnis an Sicherheit. Sowohl staatliche Einrichtungen als auch Unternehmen sowie private Haushalte sind virtuell vernetzt. Viele Informationen werden über gesicherte wie ungesicherte Netze ausgetauscht. Zudem sehen wir uns in Zukunft vermehrt mit vernetzter Informationstechnologie im alltäglichen Leben konfrontiert. Die Telekom stellte auf der CeBit 2005 ein gänzlich vernetztes Haus vor, bei welchem fast alle Bereiche des Haushalts direkt mit dem Internet verbunden sind. Durch den Anschluss an die Außenwelt vergrößert sich die Gefahr, dass persönliche Daten wie Ressourcen Ziele eines Angriffs werden beziehungsweise von Benutzern genutzt werden, die keinen Zugriff auf jene erhalten sollten.
Internationale Standards wie die Common Criteria sind für die Wirtschaft von großer Bedeutung, weil sie den globalen Markt sicherstellen. Auch Verbraucher profitieren von der weltweiten Normung, weil die Vereinheitlichung von Produkten die Vergleichbarkeit verbessert. Normen im Bereich der Informationstechnik sind besonders nützlich, weil der Computermarkt seit jeher ein Weltmarkt ist.
Durch das Andenken von Sicherheitskonzepten bereits auf der Betriebssystemschicht, ist es möglich viele Gefahren bereits auf dieser Ebene abzuwehren. Da vielen Anwendern jedoch technische Verständnis fehlt, diese Gefahr einzuschätzen, ist eine Zertifizierungsstelle sehr hilfreich.
Durch zertifizierte Betriebssysteme können sich Anwender mit Hilfe durchdachter Zertifikate und Standards einen Überblick verschaffen, in welchem Umfang das eingesetzte Betriebssystem Schutz bietet. Zudem weisen die Schutzprofile direkt auf Schwachstellen hin und geben den Entwicklern die Möglichkeit Sicherheitslücken ihres Systems zu entfernen, um die Norm einzuhalten. Die Einbeziehung der Betriebsumgebung garantiert ein genau definiertes Sicherheitsniveau.
In kommenden Generationen von Betriebssystemen kann auf die Schutzprofile Bezug genommen werden und dadurch Standards wie BOSS geschaffen werden, die dem Anwender wie dem Entwickler verständlich sind.

6 Anhang

6.1 Abkürzungsverzeichnis

CC Common Criteria - Gemeinsame Kriterien

COTS commercial off-the-shelf - Standardanwendungen

EAL Evaluation Assurance Level - Vertrauenswürdigkeitsstufe

IEEE Institute of Electrical and Electronics Engineers

IT Information Technology - Informationstechnik

NIST National Institute of Standards and Technology

PP Protection Profile - Schutzprofil

SF Security Function - Sicherheitsfunktion

SFP Security Function Policy - funktionale Sicherheitspolitik

SOF Strength of Function - Stärke der Funktionen

ST Security Target - Sicherheitsvorgaben

TOE (EVG) Target of Evaluation - Evaluationsgegenstand

TSC TSF Scope of Control - Anwendungsbereich der TSF-Kontrolle

TSF TOE Security Functions - EVG-Sicherheitsfunktionen

TSFI TSF Interface - TSF-Schnittstelle

TSP TOE Security Policy - EVG-Sicherheitspolitik

6.2 Glossar [CC Teil 1]

Abhängigkeit (dependency) — Eine solche Beziehung zwischen Anforderungen, daß die Anforderung, von der eine andere abhängig ist, in der Regel erfüllt sein muß, damit die andere Anforderung in der Lage ist, ihre Ziele zu erreichen.

Angriffspotential (attack potential) — Das vorausgesetzte Potential für das Gelingen eines Angriffs, dargestellt anhand der Fachkenntnisse, Betriebsmittel und Motivation des potentiellen Angreifers.

Anwendungssbereich der TSF-Kontrolle (TSF scope of control, TSC) — Die Menge der Interaktionen, die mit oder innerhalb eines TOE (EVG) vorkommen können und den Regeln der TSP unterliegen.

Auswahl (selection) - Die Spezifikation einer oder mehrerer Bestandteile aus einer Liste in einer Komponente.

Authentisierungsdaten (authentication data) — Informationen, die genutzt werden, um die angegebene Identität des Benutzers zu verifizieren.

Autorisierter Benutzer (authorised user) — Ein Benutzer, der einen Vorgang in Übereinstimmung mit der TSP durchführen kann.

Benutzer (user) — Jede Einheit (menschlicher Benutzer oder externe IT-Einheit) außerhalb des TOE (EVG), die mit dem TOE (EVG) interagiert.

Benutzerdaten (user data) — Daten, die vom und für den Benutzer erstellt werden und die den

Betrieb der TSF nicht beeinflussen

Element (element) Eine unteilbare Sicherheitsanforderung.

Erweiterung (extension) — Das Hinzufügen von funktionalen Anforderungen, die nicht in Teil 2 enthalten sind, und/oder von Vertrauenswürdigkeitsanforderungen, die nicht in Teil 3 enthalten sind, zu den ST bzw. dem PP.

Evaluationsgegenstand (TOE (EVG)) (target of evaluation, TOE) — Ein IT-Produkt oder -System

— sowie die dazugehörigen Systemverwalter- und Benutzerhandbücher — das Gegenstand einer Prüfung und Bewertung ist.

Evaluationsschema (evaluation scheme) — Die administrativen und organisatorischen Rahmenbedingungen, unter denen die CC durch eine Zertifizierungsstelle in einer bestimmten Gemeinschaft angewendet werden.

Vertrauenswürdigkeitsstufe (EAL) (evaluation assurance level, EAL) — Ein Paket von Vertrauenswürdigkeitskomponenten aus Teil 3, das einen Punkt auf der festgelegten CC-Vertrauenswürdigkeitsskala wiedergibt. Evaluation Assurance Level (EAL)
Der Begriff EAL-Stufe bezeichnet eine Stufe der Vertrauenswürdigkeit (Evaluation Assurance Level) in eine Sicherheitsleistung.
Die EAL-Stufen der Common Criteria (ISO 15408) beschreiben präzise Anforderungen an eine IT-Sicherheitsprüfung. Mit wachsender EAL-Nummer steigen die Anforderungen an den zu prüfenden Umfang, an die Prüftiefe und an die Prüfmethoden. Eine niedrigere EAL-Stufe kann vom Prüfumfang als Untermenge des Prüfaufwandes der nächst höheren Stufe angesehen werden. Daher macht das Vorgehen Sinn, mit niedrigeren EAL-Stufen den Evaluierungsprozess zu starten, da so ein erstes verwertbares Prüfergebnis in Form eines Zertifikates mit ausführlichem Report schneller erreicht werden kann. Darauf aufbauend müssen die nächsten EAL-Stufen "nur noch" den zusätzlichen Prüfaufwand umfassen. Bei EAL4 muss beispielsweise der Sourcecode evaluiert werden, was beim Evaluator Entwicklerkenntnisse des Produktes voraussetzt! Entsprechend hoch ist der Dokumentationsaufwand für das Produkt. Ab EAL5 kommen formale Spezifikations- und Verifikationsmethoden hinzu, denen herkömmliche Entwicklungsmethoden nicht mehr genügen.
Ziel einer Common Criteria-Evaluierung ist die Bestätigung, dass die vom Hersteller behauptete Sicherheitsfunktionalität wirksam ist. Da die Sicherheitsleistung insbesondere durch die Ausnutzbarkeit vorhandener Schwachstellen unwirksam werden kann, ist bei allen Evaluierungsaspekten die Analyse der Schwachstellen ein zentrales Prüfziel. Mit wachsenden EAL-Stufen wird erreicht, zunehmend komplexer ausnutzbare Schwachstellen zu entdecken.
Wieviel ein EAL4-Zertifikat besser ist als ein EAL2-Zertifikat, kann nur aus dem Zertifizierungsreport ersehen werden. Wenn das Produkt eine nicht zu beseitigende Schwachstelle enthält, kann das zu einer erheblichen Einschränkung seiner Nutzungsmöglichkeiten führen. Beispielsweise könnte eine mit EAL4 nachgewiesene Sicherheitsfunktionalität nur unter Einhaltung massivster Restriktionen an die Nutzung wirksam sein, etwa dadurch, dass durch einzuhaltende Auflagen an den Betrieb des Produktes jegliche Angriffsmöglichkeit auf ein Netzwerk auszuschalten ist und so eine vorhandene Schwachstelle nicht mehr ausnutzbar wird. Wer das Produkt trotzdem anders betreibt, weiß immerhin, dass er angreifbar ist - trotz EAL4-Zertifikat.
Eine detaillierte Beschreibung der Sicherheitsleistung eines zertifizierten Produktes kann im Zertifizierungsreport nachgelesen werden (alle Zertifizierungsreporte sind veröffentlicht, siehe www.bsi.bund.de/zertifiz/zert/report.htm oder http://www.commoncriteriaportal.org/ externer Link). Besonders interessant sind darin der Konfigurationsumfang und die Annahmen an den Betrieb des Produktes. Tatsächlich zählt die Internetnutzung bei vielen Zertifikaten nicht zum Konfigurationsumfang. Auch an Netzwerkumgebungen werden häufig hohe Auflagen zum Schutz des Netzwerks gestellt.
Gedanken zum Verzicht auf eine Sicherheitsprüfung: Ungeprüfte Sicherheitstechnik ist genau so gut wie die Sicherheit eines Autos, das nicht bei der Hauptuntersuchung war. Sie kann in Ordnung sein, aber man darf berechtigtes Misstrauen haben. Erst die Hauptuntersuchung einer neutralen Instanz gibt ein begründetes Vertrauen in die Sicherheit des Autos. Allerdings wird bei der Hauptuntersuchung der PKW nur nach ein- und derselben Prüftiefe geprüft. Der Aufwand zur Prüfung von IT-Sicherheit ist erheblich größer. Daher macht es Sinn, einen wirtschaftlich durchführbaren Evaluierungsprozess anzubieten, der mit den EAL-Stufen geschaffen wurde.

EVG-Betriebsmittel (TOE resource) — Alles in einem TOE (EVG), was nutzbar oder verbrauchbar ist.

EVG-interner Transfer (internal TOE transfer) — Datenaustausch zwischen getrennten Teilen des TOE (EVG).

EVG-Sicherheitsfunktionen (TOE security functions, TSF) — Eine Menge, die die gesamte Hardware, Software, und Firmware des TOE (EVG) umfaßt, auf die Verlaß sein muß, um die TSP korrekt zu erfüllen.

EVG-Sicherheitsmodell (TOE security policy model) — Eine strukturierte Darstellung der Sicherheitspolitik, die durch den TOE (EVG) durchgesetzt werden soll.

EVG-Sicherheitspolitik (TOE security policy, TSP) — Eine Menge von Regeln, die angibt, wie innerhalb eines TOE (EVG) Werte verwaltet, geschützt und verteilt werden.

Externe IT-Einheit (external IT entity) — Jedes IT-Produkt oder -System außerhalb des TOE (EVG), vertrauenswürdig oder nicht, das mit dem TOE (EVG) interagiert.

Familie (family) — Eine Gruppe von Komponenten, die Sicherheitsziele teilen, sich aber in Schwerpunkt oder Schärfe unterscheiden können.

Formal (formal) — Ausgedrückt in einer Sprache mit beschränkter Syntax und festgelegter Semantik, die auf bewährten mathematischen Konzepten basiert.

Funktionale Sicherheitspolitik (security function policy, SFP) — Die Sicherheitspolitik, die durch eine SF durchgesetzt wird.

Geheimnis (secret) — Informationen, die nur autorisierten Benutzern und/oder den TSF bekannt sein dürfen, um eine konkrete SFP durchzusetzen.

Identität (identity) — Eine Darstellung (zum Beispiel eine Zeichenkette), die einen autorisierten Benutzer eindeutig identifiziert und entweder der volle bzw. abgekürzte Name des Benutzers oder ein Pseudonym sein kann.

Informell (informal) — Ausgedrückt in natürlicher Sprache.

Interner Kommunikationskanal (internal communication channel) — Ein Kommunikationskanal zwischen getrennten Teilen des TOE (EVG).

Inter-TSF-Transfer (inter-TSF transfers) — Datenaustausch zwischen TOE (EVG) und den Sicherheitsfunktionen anderer vertrauenswürdiger IT-Produkte.

Iteration (iteration) — Der mehrmalige Gebrauch einer Komponente mit unterschiedlichen Operationen.

Klasse (class) — Eine Gruppe von Familien, die eine gemeinsame Zielsetzung verfolgen.

Komponente (component) — Die kleinste wählbare Menge von Elementen, die in einem PP, in ST oder in einem Paket enthalten sein können.

Prüfung und Bewertung (evaluation) — Bewertung eines PP, von ST oder eines TOE (EVG) auf Grundlage festgelegter Kriterien.

Menschlicher Benutzer (human user) — Jede Person, die mit dem TOE (EVG) interagiert.

Objekt (object) — Eine Einheit im TSC, die Informationen enthält oder empfängt und auf der Subjekte Operationen ausführen.

Organisatorische Sicherheitspolitiken (organisational security policies) - Eine oder mehrere Sicherheitsregeln, Verfahren, Praktiken oder Anleitungen, die eine Organisation für deren Tätigkeit vorschreibt.

Paket (package) — Eine wiederverwendbare kombinierte Menge von funktionalen Komponenten oder Vertrauenswürdigkeitskomponenten (zum Beispiel eine EAL), die einer Menge von identifizierten Sicherheitszielen genügen.

Produkt (product) — Ein Paket aus IT-Software, Firmware und/oder Hardware, das Funktionalität für den Gebrauch oder die Einbindung in einer Vielzahl von Systemen bereitstellt.

Referenzmonitor (reference monitor) — Das Konzept einer abstrakten Maschine, die die EVGZugriffskontrollpolitiken durchsetzt.

Referenzvalidierungsmechanismus (reference validation mechanism) — Eine Implementierung des Referenzmonitorkonzepts, die folgende Eigenschaften besitzt: sie ist manipulationssicher, immer eingeschaltet und einfach genug, um gründlichen Analysen und Tests unterzogen werden zu können.

Rolle (role) — Eine vordefinierte Menge von Regeln, die die erlaubten Interaktionen zwischen dem Benutzer und dem TOE (EVG) festlegen.

Schnittstellen der EVG-Sicherheitsfunktionen (TOE security functions interface, TSFI) – Eine Menge von Schnittstellen, entweder interaktiv (Schnittstelle zwischen Mensch und Maschine) oder programmiert (Anwendungsprogramm-Schnittstelle), über die der Zugang zu den EVG-Betriebsmitteln, vermittelt durch die TSF, erfolgt, oder Informationen von den TSF erhalten werden.

Schutzprofil (PP) (protection profile, PP) — Eine implementierungsunabhängige Menge von Sicherheitsanforderungen an eine Kategorie von TOE (EVG), die besondere Bedürfnisse der Anwender erfüllen.

Semiformal (semiformal) — Ausgedrückt in einer Sprache mit beschränkter Syntax und festgelegter Semantik.

Sicherheitsattribut (security attribute) — Informationen, die mit Subjekten, Benutzern und/oder Objekten verknüpft sind und die zur Durchsetzung der TSP benötigt werden.

Sicherheitsfunktion (SF) (security function, SF) — Ein Teil oder Teile eines TOE (EVG), auf die zur Durchsetzung einer hierzu in enger Beziehung stehende Teilmenge der Regeln der TSP Verlaß sein muß.

Sicherheitsvorgaben (ST) (security target, ST) — Eine Menge von Sicherheitsanforderungen und Sicherheitsspezifikationen, die als Grundlage für die Prüfung und Bewertung eines angegebenen TOE (EVG) dienen.

Sicherheitsziel (security objective) - Darlegung der Absicht, erkannten Gefahren entgegenzuwirken und/oder organisatorische Sicherheitspolitiken (security policies) und Annahmen zu erfüllen.

SOF-Niedrig (SOF-basic) — Eine Stufe der EVG-Stärke (TOE strength) von Funktionen, bei der die Analyse zeigt, daß die Funktionen einen angemessenen Schutz gegen zufälliges Brechen der EVG-Sicherheit durch Angreifer bieten, die über ein geringes Angriffspotential verfügen.

SOF-Mittel (SOF-medium) — Eine Stufe der EVG-Stärke (TOE strength) von Funktionen, bei der die Analyse zeigt, daß die Funktionen einen angemessenen Schutz gegen naheliegendes oder absichtliches Brechen der EVG-Sicherheit durch Angreifer bieten, die über ein mittleres Angriffspotential verfügen.

SOF-Hoch (SOF-high) - Eine Stufe der EVG-Stärke (TOE strength) von Funktionen, bei der die Analyse zeigt, daß die Funktionen einen geeigneten Schutz gegen geplantes oder organisiertes Brechen der EVG-Sicherheit durch Angreifer bieten, die über ein hohes Angriffspotential verfügen.

Stärke der Funktionen (SOF) (strength of function, SOF) — Eine Charakterisierung einer EVGSicherheitsfunktion, die den geringsten angenommenen Aufwand beschreibt, der notwendig ist, um deren erwartetes Sicherheitsverhalten durch einen direkten Angriff auf die zugrundeliegenden Sicherheitsmechanismen außer Kraft zu setzen.

Subjekt (subject) — Eine Einheit innerhalb des TSC, die die Ausführung von Operationen bewirkt.

System (system) - Ein bestimmter IT-Aufbau, mit einem bestimmten Zweck und Einsatzumgebung.

Transfer außerhalb der TSF-Kontrolle (transfers outside TSF control) — Datenaustausch mit Einheiten, die nicht unter Kontrolle der TSF stehen.

TSF-Daten (TSF data) — Von und für den TOE (EVG) erstellte Daten, die den Betrieb des TOE (EVG) beeinflussen können.

Verfeinerung (refinement) — Das Hinzufügen von Einzelheiten zu einer Komponente.

Vernetzbarkeit (connectivity) - Die Eigenschaft eines TOE (EVG), die eine Interaktion mit ITEinheiten außerhalb des TOE (EVG) erlaubt. Dies umfaßt den Datenaustausch über Kabel oder drahtlose Verbindungen, über jede Distanz, in jeder Umgebung oder Konfiguration.

Vertrauenswürdiger Kanal (trusted channel) — Ein Übertragungsweg, bei dem eine TSF und ein entferntes vertrauenswürdiges IT-Produkt mit der von den TSP geforderten Vertraulichkeit kommunizieren können.

Vertrauenswürdiger Pfad (trusted path) — Ein Übertragungsweg, bei dem ein Benutzer und die TSF mit der von den TSP geforderten Vertraulichkeit kommunizieren können.

Vertrauenswürdigkeit (assurance) — Gründe für das Vertrauen darin, daß eine Einheit ihre Sicherheitsziele erfüllt.

Werte (assets) — Informationen oder Betriebsmittel, die durch Gegenmaßnahmen des TOE

(EVG) geschützt werden sollen.

Zertifizierungsstelle (evaluation authority) — Eine Institution, die die CC in einer bestimmten Gemeinschaft mittels eines Evaluationsschemas einführt und dadurch die Normen festlegt und die Qualität der Prüfungen und Bewertungen überwacht, die durch Organisationen in dieser Gemeinschaft durchgeführt werden.

Zusatz (augmentation) — Das Hinzufügen einer oder mehrerer Vertrauenswürdigkeitskomponenten aus Teil 3 zu einer EAL oder einem Vertrauenswürdigkeitspaket.

Zuweisung (assignment) — Die Spezifikation eines identifizierten Parameters in einer Komponente.

 

6.3 Quellen

Literaturverzeichnis

NIST Homepage: 2000, http://www.nist.gov/

NIST publications: http://csrc.nist.gov/publications/nistir/

CC Consumers: http://www.commoncriteriaportal.org/public/consumer/index.php?menu=6

IEEE Wiki: Wolfgang Ihloff, 2005, http://de.wikipedia.org/wiki/IEEE

IEEE Institute of Electrical and Electronics Engineers, 2005, http://www.ieeeia.org/projects.html

Wiki COTS: 194.15.243.164, 2005, http://de.wikipedia.org/wiki/COTS

BSI CC: http://www.bsi.bund.de/cc/index.htm

Bundesanzeiger: 2000

BSI PP: http://www.bsi.bund.de/cc/pplist/pplist.htm

CC Teil 1: Gemeinsame Kriterienfür die Prüfung und Bewertungder Sicherheit von Informationstechnik, 1999

NIAP PP: 2005, http://niap.nist.gov/cc-scheme/pp/index.html

CSPP: Gary Stoneburner, CSPP - Guidance for COTS Security Protection Profiles, 1999

BOSS INIT: Jodi Haasz, 2003

BOSS MAIL: John Cole, 2004

IEEE ACT: IEEEIA, Report of Recent Activities, 2005

CSPP-OS: Gary Stoneburner, COTS Security Protection Profile - Operating Systems (CSPP-OS), 2003

CC Teil 2: Gemeinsame Kriterienfür die Prüfung und Bewertungder Sicherheit von Informationstechnik, 1999